Brücken
bauen.
Als ich am 6. November letzten Jahres zum ersten KINN eingeladen habe, wusste ich nicht einmal, ob jemand kommen würde. Ein Jahr später erzählen hier vier Menschen, wie über KINN Verbindungen entstehen.
Zu viert im InnCubator.
Als ich am 6. November letzten Jahres zum ersten KINN eingeladen habe, wusste ich nicht einmal, ob jemand kommen würde. Einfach ein Treffen für alle, die sich über KI austauschen wollten. Am Ende saßen wir zu viert im Incubator Coworking Space: David, Markus, Florian und ich. Dass daraus einmal so viel entstehen würde, hätte ich mir damals nicht vorstellen können.
Inzwischen sind es über 80 Veranstaltungen, 1.630 Teilnahmen und Menschen aus über 100 Organisationen. Hinter diesen Zahlen stehen Menschen, die sich Zeit nehmen, ihre Fragen mitbringen und ihr Wissen teilen. Genau darum geht es mir bis heute: Niemand soll mit den Veränderungen rund um KI allein bleiben. Du musst nicht schon alles verstehen, um dazuzugehören. Auch deine Zweifel und deine Neugier haben hier einen Platz.
Am 5. November feiern wir ein Jahr KINN mit KINN Nummer 50, gleichzeitig an drei Orten: in der Lernbar in Innsbruck, in der ZONE in Wörgl und im Aguntum in Osttirol. Die Nummern erzählen dabei nur einen Teil der Geschichte, weil unter einer Nummer immer wieder mehrere Treffen gleichzeitig stattfinden. Auch in Landeck und Kitzbühel kommen Menschen zur selben Zeit zusammen. Nicht alle am selben Tisch, aber mit demselben Anliegen.
Gemeinsam mit der Diözese Innsbruck bringen wir KINN auch in Täler, in denen solche Begegnungen sonst selten stattfinden. Denn ob du bei KI mitreden kannst, soll nicht davon abhängen, wo du zu Hause bist. Für mich heißt Brückenbauen, aufeinander zuzugehen und Platz füreinander zu machen. Unser Tisch am westlichen Ende steht diesmal für Landeck und für die Einladung, dazuzukommen. Wie unterschiedlich solche Verbindungen entstehen, erzählen Verena, Armin und Markus in ihren Beiträgen.

Die Acht bleibt. Halb neun geht auch.
Im September hab ich in diesem Newsletter gefragt, wann es euch gehen würde, wenn donnerstags um acht nicht geht. Und versprochen, dass ich zurückschreib, auch wenn es wenig ist. Hier ist es.
Zwölf Antworten sind gekommen. Keine Abstimmung, aber eine Richtung. Sechs von euch wünschen sich den späten Nachmittag oder den Feierabend, und bei allen sechs läge 17 Uhr drin.
Drei würden kommen, wenn es etwas später losginge. Eine Person wünscht sich einen früheren Beginn, eine einen anderen Tag, und bei einer ist es nur vorübergehend.
Was daraus folgt, gilt ab jetzt: Wer nicht früher kann, darf bis halb neun dazukommen. Als Ausnahme, nicht als neue Uhrzeit. Die Acht bleibt.
Ehrlich dazu: Das hilft den drei Morgenwünschen. Den sechs, die den Nachmittag wollen, hilft es nicht. Dazu ist nichts entschieden, und das sag ich lieber so, als etwas anzukündigen, das nicht steht.
Wie Verbindungen entstehen.
Eine Brücke über den Graben

In meinen KI-Schulungen, insbesondere in NPOs, treffe ich viele Frauen, die KI sehr kritisch sehen und sie von sich aus nicht nutzen würden. Diese Distanz will ich ihnen lassen, denn sie ist wichtig. Eine Brücke schüttet den Graben nicht zu, sie macht ihn begehbar: Die Frauen probieren KI aus und bleiben kritisch. Wer die Technologie kennt, kann mitreden, und kritische Stimmen braucht es dort, wo es darum geht, was KI mit unserer Gesellschaft macht. Ich lade diese Frauen zu KINN ein und bitte die Community, offen für ihre Einwände zu bleiben.
Eine Brücke über zwei Pässe durch einen langen Tunnel
11. Okt. 2026 · Autor: Armin Vasilico (ganz ohne KI, bis auf die Korrektur)

Wir leben in den Bergen und sind es gewohnt, dass man mal einen Umweg machen muss, um ans Ziel zu kommen. Nach Osttirol kommt man, von Nordtirol, am schnellsten über Kitzbühel.
Die Brücke müssen wir schlagen, im Kopf, weil in echt ging’s früher über zwei Pässe, den Pass Thurn und den Felbertauernpass. Den unterfährt man heute durch einen langen Tunnel, den Felbertauerntunnel, um von Kitzbühel nach Osttirol zu kommen. Der Tunnel ist eine moderne Abkürzung durch schwieriges Gelände, so wie KI eine sein kann.
Oben am Gribelehof, mit Weitblick ins Lienzer Becken, kamen 25 Osttiroler:innen und unterhielten sich an einem Donnerstag frühmorgens über KI. Ich freu mich über diese Brücke und wünsche mir, dass sie uns verbindet und ein reger Austausch darüber geschieht, im Kopf wie in echt.
Vom Chatfenster zum digitalen Mitarbeiter.

Für die meisten Menschen ist KI immer noch ein Chatbot: fragen, Antwort kopieren, woanders einfügen und jeden Schritt selbst kontrollieren. Das ist Mikromanagement mit Extraschritten. Den eigentlichen Produktivitätssprung bringen KI-Agenten, die Aufgaben eigenständig erledigen, statt nur darüber zu reden. Meine Meinung: Die nächste Brücke, die wir in Tirol bauen müssen, führt vom Chatfenster zum digitalen Mitarbeiter.
Auswahl aus kiwoche.com
- Autonome KI-Agenten außer Kontrolle: E-Mail-Eklat um ChatGPT Dots entfacht Debatte über Berechtigungen
Ein Nutzer wollte sich nur Fragen für ein Mietgespräch zusammenstellen lassen, sein Agent hat in der Nacht selbst an Stadtverwaltung und Bauprüfer geschrieben. Wer einem Agenten ein Postfach gibt, sollte vorher klären, was er damit darf. - Überraschendes KI-Comeback: Aleph Alpha veröffentlicht Kolibri-1 unter Apache 2.0
Ein offenes Modell aus Heidelberg, zweisprachig in Deutsch und Englisch, gedacht für Betriebe und Behörden, die sensible Daten nicht an US- oder chinesische Clouds geben dürfen. Für alle, die sich fragen, was im eigenen Haus bleiben kann, eine Option mehr. - OpenAI führt mit textGrain unsichtbare Wasserzeichen für ChatGPT ein
Texte aus ChatGPT und Codex, die in der EU entstehen, bekommen in den kommenden Wochen einen statistischen Fingerabdruck, wegen der Transparenzregeln des AI Act. Lesen kann man ihn nicht, ein Prüfwerkzeug schon. - ChatGPT oder Claude: Welcher Abo-Plan bietet aktuell mehr fürs Geld?
SemiAnalysis hat die Abo-Limits mit Millionen Testaufrufen nachgemessen: Beim Standardmodell gibt es bei Claude derzeit rund das Fünffache pro Dollar, OpenAI hat seine Limits im Oktober halbiert. Eine Rechengrundlage, die nicht vom Anbieter selbst stammt. - OpenMausBot: Open-Source-Alternative zu Manus Cue für den Desktop
Eine freie App unter Apache 2.0, die Agenten-Teams auf dem eigenen Rechner laufen lässt und vorhandene Zugänge zu Claude, Codex oder Grok nutzt. Die Transkripte bleiben auf der eigenen Festplatte, riskante Eingriffe brauchen eine Freigabe. - ElevenLabs stellt Eleven v4 und Studio 4.0 vor: Sprachmodell lernt schauspielern
Die neue Stimme soll einen Text nicht mehr vorlesen, sondern ihn deuten wie ein Sprecher, mit Tonfall, Timing und Atempausen. Regie führt man per Textanweisung oder mit Kürzeln in eckigen Klammern. - KI-Agenten im Mainstream: Begeisterung in den USA, Frust in Europa
In den USA erledigen Agenten wie Dots und Muse schon Arbeit, im Europäischen Wirtschaftsraum sind beide gesperrt. Wer hier von KI-Agenten liest und keinen findet, weiß nach diesem Text, warum.
Vier Donnerstage bis zum Jubiläum.
Immer um acht. Wer nicht früher kann, kommt bis halb neun dazu.
- Do 15.10. KINN#47 Kufstein, Innovationsraum · kinn.at/47-kufstein
- Do 22.10. KINN#48 Innsbruck, Das Wundervoll · kinn.at/48
- Do 29.10. KINN#49 Landeck, Altes Widum · kinn.at/49, und Kitzbühel, KC750 · kinn.at/49-kitz
- Do 5.11. KINN#50 Innsbruck, WIFI Lernbar · kinn.at/50, Wörgl, ZONE · kinn.at/50-kufstein, und Osttirol, Aguntum Taverna · kinn.at/50-lienz
Und sonst

- Di 20.10., 9 bis 13 Uhr. Impulsworkshops „Daten & KI verstehen, ausprobieren und nutzen“ von digital.tirol in der Wirtschaftskammer Tirol, kostenlos, mit dem KIDU-Buildathon ab 10 Uhr. Anmeldung: kidu.at/impuls, dort „Buildathon“ wählen.
- Freikarten für ahead x. Für die KI-Abende am 20., 21. und 22. Oktober in Kufstein, Imst und Innsbruck verlosen wir je Standort zwei Tickets, bis So 18.10., 18 Uhr: kinn.at/angebote
Die Frage für deinen nächsten Tisch: Welche zwei Menschen, die du kennst, sollten sich längst kennen?
Donnerstag, acht Uhr, und wenn es nicht anders geht, halb neun. An einem Tisch in Tirol, am 29.10. in Landeck.
Wenn dir grad niemand im Oberland einfällt: Vielleicht kennt jemand an deinem nächsten Tisch wen. Frag nach, und gib den Link weiter.
- Teilnahmen und Veranstaltungen: Zähler auf kinn.at (bestätigte Teilnahmen je Treffen, Stand 11. Oktober 2026). „Über 100 Organisationen“ ist eine Angabe von Thomas Seiger.
- Uhrzeit: zwölf Antworten auf die Frage aus KINN:LADE 09, ohne Namen ausgewertet.
- Kolumnen: Verena Köfler, Armin Vasilico und Markus M. Kirchmair, von ihnen selbst geschrieben und freigegeben.
- KI-Woche: Auswahl aus kiwoche.com, Oktober 2026.
- ahead x: Termine und Regelpreis laut aheadx.at, abgerufen am 11. Oktober 2026.